Kunstverein Braunschweig


Armin Krämer

- Friss mein Licht  

- Lebende Botschaft

- Seht ihr den Geruch  

- Lebendige Zündstoffe 
 

Kai Althoff

- Versprechen

- Wie die Botschaft zündet

- Unentschlossen

- Schuld kann ich sein / atrox

 

21. September - 10. November 2002 HAUS SALVE HOSPES

 

 

Die Kämpfer, 2002, Lack, Pflanzen auf Pappe, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig

  

Die Kämpfer werden gemalt 

 

Armin Krämer

1.)
Erscheint im fahlen Licht des Notausgangs eine Figur
wie jede andere
Entscheidet sich und spricht mit Hast die Worte des Vergessens.
Erleichtert, doch am Anfang war nichts zu erkennen,
wohin der Weg sich weiten mag.
Bewegung Liebe Eigensinn entdeckten mich sofort
Bescheiden läuft's sich doch am besten.


2.)
Der Künstler Armin Krämer entdeckte sich in einem
Erlebnis, da Trauer und Wut verschmolzen zu einem
Gedanken der Endlosigkeit.
Wild wucherten die Gedanken und verfestigten sich
im Hintergrund seiner selbst zu Bildern, ("meine Technik").
die er sich erlaubte.
Die später dann der Grundstein seines Wegs wurden.
Die Körperlichkeit ließ er erst spät einfließen, die
doch der Grund des Ausgangs waren. Doch nun hatte er
den Zugang gefunden um die Technik nicht nur zu er-
weitern, sondern auf seine direkte Umwelt (Umgebung) einzugehen.
Einzelne Bausteine ergeben auch ein Gebilde,
die doch nicht aus einem Stoff sein müssen,
wie die Zeichnungen zeigen.

  

Plastik verbrennt sich vor meinen Augen  

 

Kai Althoff

"Für eine Ausstellung in Braunschweig, da habe ich lang'
schon vor Augen gehabt, daß ich mich 3 oder 4 mir aller-
wichtigsten Sachen zuwenden würde, die sich in meinem
Leben ergeben haben. Sie stehen wie selbstverständlich
da nebeneinander, und ich weiß nicht wie es geht, daß
sie am Ende noch zusammen gehören, obwohl sie keinen Zu-
sammenhang haben oder sich gegenseitig zur Freude würden.
Wie sich diese Dinge aber untereinander, wo sie sich schon
nebeneinander gestellt haben, gegenseitig sich und dann
mir anvertrauen, das ist fast ein echt erfüllter Wunsch:

Es wäre zum einen, daß ich mich so sehr begeistert
habe für zwei Draufgänger und Spaßmacher, denen ich einen

Ort der Andacht deswegen fast hab' bauen wollen. Ich er-

inner mich mal, da habe ich mit einem hinten abends im
Auto gesessen, und als wir an einem Plakat für ihren
Kinofilm zum ersten mal vorüberfuhren, habe ich zu dem
gesagt: ‚Ich will so sein wie die!' Der Freund sagte: lieber
nicht! Und seine Ablehnung war mir gerade recht, denn es
würde keine einfache Auf- gabe sein, die der hätte schnell
fassen können. Vielleicht war es zu spät schon so zu
werden, aber als Mensch, der so richtig anheimfällt, kann
man über alles hinauswachsen und ja die langweiligen
körperlichen Umstände seiner selbst und die trägen Un-
sicherheiten der Gedanken echt abtöten. Zu einem ganz
ewigen, leichten Geist finden und erfinden. Er kann es
halt.
In mir entsteht ein erster Kampf, denn in Wirklich-
keit möchte ich in mir abtöten, was, diese beiden (die
"Draufgänger") darstellen. Auch die Dinge, die sie an
der Welt so gut finden und genießerisch benutzen, sollten
mir nie mehr erlaubt sein. - Aber wie magnetisch ziehen
sie mich immer wieder zu ihrer Weltlichkeit. Eine be-
hämmerte Liebe zu den Willfährigen, mächtig lässig Zeit
schindenden, alles nehmenden in ihren mächtigen Verkörper-
ungen. Von ihnen aus ist Rücksicht mit links auf dem
Scheiterhaufen zu verbrennen.
Dann ist da Dirk Waanders, der eine dritte Welt für sich
hat, die nichts von euch Zeitgenossen zu brauchen scheint.
Er ist im Zweifel der Erretter.
Sein Weg ist Lauterkeit. Wie ich finde, mehr als ich
je gesehen habe.
Aber ich kann alles Schuld sein und das was die Menschen
benutzen, soll mich jetzt zum fühlen bringen. Ich mache es
mit.
Schließlich bin ich so glücklich den Künstler Armin Krämer
einladen zu dürfen, um bei dieser Ausstellung mitzumachen,
und meine Sache nur eine neben der seinen wird, die mir
so viel voraus hat, wie ich finde. Neben ihm ist es oft
so, daß ich wünschte stumm zu werden z.B., weil er ein richtiges
Vorbild ist, für mich.
Er und die zuvor erwähnten Menschen sind höchste Stufen,
die ich richtig verehren kann und will und mein einziger
Grund, hier etwas zu machen und gerne auf der Welt zu sein,
- weil sie auch hier sind und gleichzeitig mit mir leben."

  

(für Erkan & Stefan), 2001-2, Presspan, Plexiglas, Lack, Fernseher, Schuhe, ein Brief, Buch, Videos, Schachtel, Figur u. anderes 

  

Ohne Titel, 2002, Verschiedene Gegenstände, Flüssigkeiten, Gerüche  

  

Ohne Titel, 2002
Vergrößerungen von Zeichnungen auf Spanplatten, zwei Teile (je 110 x 150 cm

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen.

 

Unser Dank gilt dem Hauptsponsor Volkswagen Bank.

Ebenfalls danken wir Tarkett Sommer Vertriebs GmbH & Co. KG, Bereich Handel,

der Stadt Braunschweig, dem Land Niedersachsen und dem Hofbrauhaus Wolters.

 

Katalog / Plakat



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