Kunstverein Braunschweig


Aktuelles

 

Freitag, 5. Dezember 2014, 19 Uhr: 

Eröffnung der Ausstellungen

 

WILFREDO PRIETO (EG) / JAHRESGABEN 14/15 (OG), Haus Salve Hospes

FLORIAN AUER, Remise

 

JAHRESGABEN 2014/15
MIT ARBEITEN VON FLORIAN AUER, DIRK BELL, ARTHUR BOHUSCH, JAN PAUL EVERS,
MARIA LOBODA, ANTONIA LOW, CIPRIAN MURESAN, WILFREDO PRIETO, NINA RHODE,
KEVIN SCHMIDT, IVAN SEAL, ANNA VIRNICH, CLEMENS VON WEDEMEYER U. A.

 

 

WILFREDO PRIETO

THE VIEW OF THE GARDEN OF HELENE HOLLANDT

 

6. Dezember 2014 - 15. Februar 2015 HAUS SALVE HOSPES

 

In seinen Objekten und Installationen spielt Wilfredo Prieto mit dem Kontrast. Und zwar auf derart poetische Weise, dass er ihn auf die Spitze zu treiben und im selben Augenblick aufzuheben scheint. Simple Materialien, wie sie uns aus dem Alltag vertraut sind, bringt Wilfredo Prieto in Form und insze-niert sie so, dass sie außerordentlich und edel erscheinen – allerdings ohne ihren Realitätscharakter einzubüßen. Im Gegenteil: Gerade weil der Zuckerwürfel ein Zuckerwürfel bleibt (Two Classics, 2011) und die Frischhaltefolie Frischhaltefolie (The More You Add, the Less You See, 2011), zeigt der Künstler das ästhetische Potential derlei Materialien. Wilfredo Prieto bedient sich den Prinzipien der Minimal Art ohne ihnen blindlings zu gehorchen. Es ist vielmehr der grundsätzliche Einfluss von Donald Judd, Carl Andre und Co., der sich auf formaler Ebene in Prietos Arbeiten zeigt. Darüber hinaus zielt der Künstler auf eine Wahrnehmungsverschiebung ab, mit der er auf aktuelle gesellschaftspolitische The-men verweist.

 

Mit dem Ausstellungstitel The View of the Garden of Helene Hollandt erklärt Wilfredo Prieto den hinter der Villa Salve Hospes gelegenen Garten zum Teil der Präsentation. Durch den Verweis auf die Sicht nach draußen deutet sich eine zusätzliche Ebene an, die den Kunstwerken Prietos einen Ortsbezug verleiht. So könnte die Arbeit Nude (2008), bei der sich die Überbleibsel einer Entkleidungsszene als kinematografischer Ablauf auf dem Fußboden wiederfinden lassen, als eine Szene betrachtet werden, die man mit jener, im Titel erwähnten „Helene“ in Verbindung bringt: Für seine Adoptivtochter Helene Hollandt ließ der Braunschweiger Kaufmann D. W. Krause zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Villa Sal-ve Hospes durch den Architekten Peter Joseph Krahe bauen. In der Folge bewohnte sie gemeinsam mit ihrer Familie das Haus mit Blick auf den großzügigen sogenannten „Hollandtsgarten“. Vor dem Hin-tergrund des Ausstellungstitels scheinen sich Prietos Arbeiten an die einstigen Wohnräume und die mit ihnen assoziierten Geschichten anzuschmiegen.

 

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florian auer

YOu'RE LIVE

 

6. Dezember 2014 - 15. Februar 2015

REMISE

 

Telstar, der von Adidas entwickelte Fußball mit schwarzen Flecken auf weißem Grund, wurde zunächst bei einer Fernsehübertragung der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko 1970 eingesetzt. Aufgrund seiner verbesserten Sichtbarkeit im damals noch vornehmlich schwarz-weißen Fernsehen etablierte sich das Design fortan als Standard bei der Gestaltung von Fußbällen. Dass Gesetze massenmedialer Berichterstattung von (Sport-)Ereignissen nicht nur das Fernsehbild, sondern auch nachhaltig die menschliche Wahrnehmung beeinflussen, steht im Zentrum von Florian Auers raumgreifender Instal-lation You’re Live in der Remise des Kunstverein Braunschweig. Indem er die als Spektakel angelegte Live-Übertragung von Fußballspielen unter Aspekten der Land Art betrachtet, konstruiert Auer eine Ausstellungsarchitektur, die mit ihren eigenen An-, Durch- und Aufsichten spielt.


Das Prinzip „Mittendrin, statt nur dabei“, das seit nunmehr fast zwei Jahrzehnten das Sportfernsehen prägt, täuscht dem Zuschauer Interaktion vor. Die durch die stete Weiterentwicklung digitaler Techno-logien perfektionierte Fernsehübertragung entfernt sich zunehmend von ihrem Gegenstand: Das Übertragene verweist zwar immer noch auf ein tatsächlich stattfindendes Reales, generiert aber gleichsam etwas Hyperreales. Diesem Prinzip folgend konzipiert Auer für die Braunschweiger Ausstel-lung neue, raumgreifende Arbeiten. Das Verhältnis von physischer Wirklichkeit und ihrer Live-Übertragung im Fernsehen nimmt er dabei zum Ausgangspunkt, um gegenwärtige bildhauerische und malerische Strategien und ihr Potenzial zu untersuchen.

 

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ÖFFNUNGSZEITEN
DI – SO: 11.00–17.00 UHR
DO: 11.00–20.00 UHR

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN
SO: 14.30 UHR
DO: 18.00 UHR
UND NACH VEREINBARUNG

38100 BRAUNSCHWEIG

LESSINGPLATZ 12

TEL: 0531 - 4 95 56
FAX: 0531 - 12 47 37
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