Kunstverein Braunschweig


Apparat

Aleksandra Domanovic, Andreas Fischer, Pakui Hardware, Alexander Kluge, Daria Martin, Sandra Mujinga, Wyatt Niehaus, Margaret Raspé, Raphaela Vogel, Jan Vorisek

 

3. Juni  bis 13. August 2017 VILLA SALVE HOSPES, REMISE

 

Aleksandra Domanović, Things to Come, 2014, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig, 2017, Courtesy die Künstlerin und Privatsammlung, Foto: Stefan Stark

 

Daria Martin, Soft Materials, 2004, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig 2017,

Courtesy die Künstlerin und Maureen Paley, London, Foto: Stefan Stark

 

RAPHAELA VOGEL, I Smell a Massacre, 2016, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig 2017, Courtesy die Künstlerin, BQ, Berlin und Sammlung Haus N, Kiel, Foto: Stefan Stark

 

Margaret Raspé, Schweineschnitzel, 1971, Alle Tage wieder – Let them swing, 1974, Blau auf Weiss, Ränder und Rahmen, 1979, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig 2017,
Courtesy die Künstlerin, Foto: Stefan Stark

 

Pakui Hardware, Vanilla Eyes, 2016/17, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig 2017,
Courtesy die Künstler, Foto: Stefan Stark 

 

Andreas Fischer, Lochheber, 2013, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig 2017,

Courtesy der Künstler, Foto: Stefan Stark

 

Sandra Mujinga, ILYNL (It's Like You Never Left), Video Still, 2016, Courtesy die Künstlerin

 

Wyatt Niehaus, Listen Baxter, Video Still, 2015, Courtesy der Künstler

 

Zu Beginn der 1970er-Jahre montiert die Filmemacherin und Künstlerin Margaret Raspé (*1933) eine Super 8 Kamera an einem Bauhelm vor ihrem Auge und nimmt Aktivitäten wie Geschirrspülen, Malen oder Zeichnen auf. Die Kamera als Erweiterung des Körpers hält fest, wohin die Künstlerin ihren Blick richtet. Als Film projiziert, nehmen die BetrachterInnen zwangsläufig die Perspektive Raspés ein – sie sehen und „bewegen“ sich mit der Künstlerin.

 

Der Blickwechsel sowie der Zusammenschluss von Mensch und Maschine in Raspés Werk bilden Ausgangspunkte der Gruppenausstellung APPARAT. Vor diesem Hintergrund zeigt die Ausstellung im Kunstverein Braunschweig das Interesse einer jüngeren Künstlergeneration an Apparaten und Maschinen, die thematisch und ästhetisch bearbeitet werden oder bereits selbstverständlich im künstlerischen Produktionsprozess integriert sind. Raphaela Vogel (*1988) nutzt die Drohnen-Technik für immersive Videoinstallationen, in denen die Drohne selbst zum Akteur, der technische Aufbau zum Environment wird. Immer tritt die Künstlerin selbst als Protagonistin in ihren Videos auf, abgefilmt aus der Vogelperspektive der Drohne. Die Filmarbeit Soft Materials (2004) von Daria Martin (*1973) ist in den Laboren für Künstliche Intelligenz an der Universität Zürich entstanden. In einer tänzerischen Choreographie begegnen sich Roboter und Performer. In diesem Aufeinandertreffen wird die Frage spürbar, inwieweit Maschinen menschliche Züge annehmen und durch Erfahrungen selbständig lernen können. Sandra Mujinga (*1989) nimmt keine Unterscheidung mehr vor zwischen Mensch und Maschine, Realität und Digitalität vor, sondern lässt die verschiedenen Ebenen in ihrer Arbeit ILYNL (It's Like You Never Left) (2016) verschmelzen.

 

Vom Kamerahelm einer vordigitalen Zeit, über Künstliche Intelligenz, hin zur automatisierten Drohne wird der Apparat in seiner Vielzahl an Funktionen betrachtet: als Kunstproduzent, als körperliche Erweiterung im Sinne einer posthumanen Mensch-Maschine sowie als selbstständiges System, das eigene Narrationen und immersive Räume entwirft.

 

Gästezimmer: Alexander Kluge

Es werden Filmausschnitte von Alexander Kluge (*1932) gezeigt, in denen der Schriftsteller und Filmemacher in Interviews mit Künstlern, Hirnforschern und Psychologen Themen der Robotik und des „Mensch 2.0“ nachgeht. Als Kommentar und Kontrast zur Ausstellung werden KünstlerInnen und KuratorInnen eingeladen, jenen Raum zu bespielen, der ursprünglich in der Villa Salve Hospes als Gästezimmer genutzt wurde.

 

Idee und Konzept: Jule Hillgärtner, Christina Lehnert

Kuratorin: Christina Lehnert

Kuratorische Assistenz: Miriam Bettin und Nele Kaczmarek

 

 

Die Ausstellung APPARAT wird ermöglicht durch:

 

 

 

 

 

 

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