Kunstverein Braunschweig


Aktuelles

       

Sonntag, 22. Oktober, 15 Uhr:

Themenführung mit Kunstvermittlerinnen des Hauses:
Slow Motion – Kunst will gesehen werden

 

Donnerstag, 26. Oktober, 18 Uhr:

Öffentliche Führung mit den Kuratorinnen
 

Samstag, 28. Oktober, 11 - 13 Uhr:

Führung und Workshop für Kinder von 6 bis 12 Jahren

Kosten: 2 €, zzgl. Eintritt, Anmeldung bis Donnerstag vor der Veranstaltung

Tel. 0531/49556 oder  E-Mail: vermittlung[at]kunstverein-bs.de

 

  

INGE MAHN | NORA SCHULTZ

 

9. September bis 12. November 2017 VILLA SALVE HOSPES

 

Inge Mahn, Säule, Gipssack ziehend, 1988/2017, Kunstverein Braunschweig, 2017,

Courtesy die Künstlerin, Foto: Stefan Stark

 

Nora Schultz, Installationsansicht Kunstverein Braunschweig, 2017,

Courtesy die Künstlerin, Foto: Stefan Stark

 

Mit Inge Mahn und Nora Schultz stehen sich nicht nur zwei Generationen, sondern gleichfalls zwei bildhauerische Positionen in einer Doppelausstellung gegenüber. Inge Mahn verdichtet in ihren Skulpturen das Wesen von Gegenständen, indem sie diese abstrahiert, skaliert und in raumgreifenden Skulpturen zueinander in Beziehung setzt. Bewegung und Ruhe, Schwere und Leichtigkeit werden in verschiedenen Objektkonstellationen visualisiert, ebenso wie
die Strukturen der Räume der Villa Salve Hospes durch temporäre architektonische Interventionen hervorgehoben werden.


Nora Schultz wendet sich im Rahmen ihrer Centre Dental-Serie einer Dematerialisierung und Aktivierung von Skulpturen zu. Von Drohnenkameras gefilmt und von verborgenen PerformerInnen in Bewegung versetzt, tritt die haptische Qualität der Skulpturen zugunsten eines filmischen Gesamteindrucks in den Hintergrund und lässt die Skulpturen im Video zu temporären Akteuren werden. Sequenzialität und Setting sind bestimmend für diesen Werkkomplex, der in einer sich in den Räumen des Kunstvereins entwickelnden Installation neu formiert wird.


Inge Mahn (*1943) lebt und arbeitet in Berlin und Groß Fredenwalde. Sie studierte an der Düsseldorfer Akademie, wo sie 1970 als Meisterschülerin von Joseph Beuys abschloss. Nach (Gast-) Professuren an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Staatlichen Akademie der Künste Stuttgart lehrte sie bis 2009 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Neben einer Teilnahme an der documenta 5 (1972) wurden Inge Mahns Arbeiten zuletzt Einzelausstellungen in den Künstlerräumen des K21, Düsseldorf (2017), bei Cahiers d’art, Paris (2015) und in der Akademie Galerie – Die Neue Sammlung, Düsseldorf (2014/15) gewidmet.


Nora Schultz (*1975) lebt und arbeitet in Boston. Sie studierte von 1998 bis 2005 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main. Neben einer Beteiligung an den Skulptur Projekten 2017 in Münster wurden ihre Arbeiten in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, darunter in der Kadist Art Foundation, Paris (2016), der Renaissance Society, Chicago (2014) und im Portikus, Frankfurt am Main (2012). Nora Schultz ist Assistant Professor of Visual and Environmental Studies an der Harvard University.

 

Gästezimmer: MANUEL RAEDER
Als Kommentar und Kontrast zur jeweiligen Hauptausstellung werden KünstlerInnen oder KuratorInnen eingeladen, jenen Raum zu bespielen, der ursprünglich in der Villa Salve Hospes als Gästezimmer genutzt wurde. Im Rahmen der Präsentation der Arbeiten von Nora Schultz wird der Designer Manuel Raeder, Gründer des Studio Manuel Raeder in Berlin, das Gästezimmer gestalten, in dem ein gemeinsam mit Nora Schultz konzipiertes Magazin gezeigt wird.

  

 

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HANNAH WEINBERGER

You can just reach for me

 

9. September bis 12. November 2017

Remise


Hannah Weinberger, You can just reach for me, 2017,
Installationsansicht Kunstverein Braunschweig, 2017, Courtesy die Künstlerin, Freedman Fitzpatrick, Los Angeles, und Freymond-Guth Fine Arts, Basel, Foto: Stefan Stark

 

Hannah Weinberger filmt und nimmt Klänge auf ihren Reisen auf. Schauplätze sind Nicht-Orte wie Flughäfen, Bahnhöfe, Stadtzentren oder Zooanlagen. Die Bild- und Soundebenen ihrer multimedialen Arbeiten speisen sich aus diesen Archiven. Dabei interessieren die Künstlerin die nicht-linearen Verhältnisse zwischen Bildern, Erinnerung und Zeit in einer medialisierten Gesellschaft. Die Ausstellung zeigt speziell für den Kunstverein Braunschweig entwickelte Video- und Soundarbeiten sowie eine sich über die Ausstellungsdauer hinweg fortsetzende Performance. Die Remise wird für diese Zeit zu einem immersiven Raum, der Vorhof zur Plattform für (Straßen-)MusikerInnen aus Braunschweig und damit zur akustischen Kulisse.


Hannah Weinberger (*1988) lebt und arbeitet in Basel. 2013 schloss sie ihr Studium an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Ihre Arbeiten waren u.a. in Einzelausstellungen im Badischen Kunstverein (2016), im Kunstverein Harburger Bahnhof, Hamburg (2015), im Kunsthaus Bregenz (2014), in der Kunsthalle Basel (2012) und im Swiss Institute, New York (2012) zu sehen.Seit 2016 lehrt Hannah Weinberger am Institut Kunst in Basel.

 

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